Senioren - ein leichtes Ziel für Betrüger?

Seien Sie wachsam und hinterfragen Sie, was man von Ihnen will! Informieren Sie bitte auch Ihre Bekannten und Verwandten, damit Betrüger keinen Erfolg haben!

Das Landeskriminalamt verzeichnet 41 Prozent mehr Fälle als 2019 - zum Glück steigt die Wachsamkeit

 

In den Polizeimeldungen finden sich täglich neue Fälle. Überzeugend und perfide werden Senioren um ihr Erspartes gebracht. Doch nicht in allen Fällen kommen die Betrüger zum Ziel. Auch in Gadebusch hat es in der letzten Zeit diese Versuche gegeben. Ein umsichtiges Handeln der Mitmenschen konnte die Übergabe verhindern.

 

Besorgniserregend ist, dass die Zahl der Trickstraftaten zum Nachteil älterer Menschen in den Monaten dieses Jahres deutlich zugenommen hat. Bis Ende Juli kamen 1368 Fälle zur Anzeige.

 

 

In diesem Zeitraum wurden insgesamt 794.138 Euro von Senioren erbeutet. Die Betrüger haben jedoch seltener Erfolg.

 

So rufen wir zu mehr Wachsamkeit und Aufklärung der  Eltern und Großeltern auf.

Der Seniorenbeirat der Stadt Gadebusch

Vorsicht vor Betrug im Zusammenhang mit Corona

Derzeit passen Betrüger ihre Betrugsmaschen an, um auf perfide Art Kapital aus der Corona-Pandemie zu schlagen. Die bekannten Betrugsmaschen, wie "Enkeltrick" und "Fake-Shops", werden dabei gezielt in den Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestellt, um an das Vermögen der Menschen zu gelangen.

Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern gibt Tipps, wie Sie sich und ihre Angehörigen vor den Betrügereien an der Haustür, am Telefon und im Internet schützen können.


Betrug an der Haustür:
Neue Version des Haustürbetrugs

In den letzten Wochen gaben sich in verschiedenen Orten Deutschlands Betrüger an Wohnungstüren als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus. Sie waren teilweise in weißen Anzügen und mit Mundschutz bekleidet. Angeblich führe das Gesundheitsamt
einen Corona-Test durch, weil es im Haus oder im näheren Umkreis zu Infektionen mit dem Coronavirus gekommen sei. Ziel der Täter ist es, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen. Dort haben sie es auf das Geld und die Wertgegenstände der Bewohner abgesehen. In einigen Fällen wurde der vermeintliche Coronatest auch kostenpflichtig angeboten. Fallen Sie auf diese Maschen nicht herein.

Tipps der Polizei:

- Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
- Wenn Amtspersonen kommen, fordern Sie den Dienstausweis und rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der
die angebliche Amtsperson kommt.
- Zeigen oder erklären Sie niemandem, wo Sie Geld oder Wertgegenstände (z.B. Schmuck) aufbewahren.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
- Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch: Stellen Sie Öffentlichkeit her, indem Sie laut werden.
- Rufen Sie im Notfall um Hilfe. Kontaktieren Sie Ihre Nachbarn und die Polizei.

Betrug am Telefon:
Neue Version der Enkeltrick-Masche

Die Kriminellen rufen angeblich im Namen von infizierten Angehörigen an oder geben sich selbst als Angehörige aus, die sich angeblich mit dem Virus infiziert hätten und nun dringend Geld für die Behandlung benötigten. Im Anschluss werden Boten entsandt, die das Geld persönlich abholen kommen. Die Masche ist nicht neu! Sie lehnt sich an die Tatbegehungsweise des klassischen "Enkeltricks" und des "Falschen Polizeibeamten" an.

Tipps der Polizei:

- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt oder als Bekannter oder Verwandter ausgibt,
den Sie als solchen nicht erkennen.
- Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
- Geben Sie keine privaten Daten oder Details zu finanziellen Verhältnissen preis.
- Gerade die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen
oder Ihr Geld in Sicherheit zu bringen.

Betrug im Internet:
Neue Version der Fake-Shops-Masche

Fake-Shops sind gefälschte Online-Plattformen, die es in unendlich vielen Varianten im Internet gibt. Aktuell werden auf diesen Fake-Shops Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel angeboten. Die bezahlte Ware wird jedoch nicht an die Kunden ausgeliefert.

Wie kann man Fakeshops erkennen?:

- Die Ware wird ungewöhnlich günstig angeboten.
- Die Ware ist in der Regel nur gegen Vorauskasse erhältlich.
- Das Impressum ist unvollständig oder nicht vorhanden.
- Die sehr begehrte und schwer erhältliche Ware ist immer verfügbar.
- Die Internetseite beinhaltet zahlreiche Fehler in der Rechtschreibung und Grammatik.
- Wichtige Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGBs) fehlen, sind fehlerhaft, nicht in Deutsch verfasst oder wurden von fremden
Seiten kopiert.
- Weitere Bereiche der Internetseite (Unterseiten) sind leer oder mit unsinnigen Fülltexten angereichert.
- Der Name der Domain unterscheidet sich vom echten Hersteller.
- Sie erhalten keine korrekte Bestellbestätigung.

Neue Version des Phishings

Betrüger nutzen das Informationsbedürfnis der Bevölkerung in der aktuellen Lage aus, um über Phishing an sensible Daten zu kommen. Dabei tarnen sich die Kriminellen als offizielle Stellen. Die Polizei rät: Vorsicht beim Öffnen von E-Mail-Anhängen. In gefälschten E-Mails scheinbar im Namen von Gesundheitsämtern, der Weltgesundheitsorganisation sowie anderen Behörden,
Institutionen und Firmen, werden potentiell schädliche Anhänge in den Formaten .docx oder .exe verschickt. Wenn diese geöffnet werden, installiert sich eine Spyware oder der Computer wird komplett verschlüsselt. Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), kursiert momentan zudem eine sogenannte "Corona-Karte", die angeblich in Echtzeit angeben soll, wo
Corona-Infektionen registriert worden sind. Diese "Corona-Karte" wird von Kriminellen als Lockmittel genutzt. Wird die Karte geöffnet, lädt im Hintergrund eine Schadsoftware, die Passwörter und Zugangsdaten am PC ausliest.

Tipps der Polizei:

-Öffnen Sie keine Dateien, Anhänge oder Links von unbekannten Adressaten. Seien Sie auch misstrauisch, wenn es sich um Anhänge in E-Mail von scheinbar offiziellen Stellen handelt.
- Folgen Sie Aufforderungen in E-Mails, Programme herunterzuladen, nur dann, wenn Sie die entsprechende Datei auch auf der
Internet-Seite des Unternehmens finden (Starten Sie keinen Download über den direkten Link).
- Gehen Sie nicht auf mögliche Geldforderungen ein, wenn Ihr PC gesperrt wird.

Neue Version des "CEO-Fraud", sogenannter "Chef-Betrug"

Bei der Betrugsmasche "CEO-Fraud" geben sich Betrüger als Führungskraft eines Unternehmens aus, beispielsweise als Geschäftsführer (CEO). In gefälschten E-Mails fordern sie Mitarbeiter dazu auf, größere Summen von Unternehmenskonten
ins Ausland zu überweisen. Firmen werden bezüglich des Corona-Virus angeschrieben. Waren, die in Zusammenhang mit Hygiene stehen, müssten beispielsweise im Voraus bezahlt werden.

So schützen Sie sich vor CEO-Fraud:

- Achten Sie darauf, welche Informationen Sie über Ihr Unternehmen veröffentlichen.
- Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Betrugsmasche "CEO-Fraud".
- Führen Sie klare Abwesenheitsregelungen und interne Kontrollmechanismen ein. Beispielsweise sollte bei ungewöhnlichen Überweisungsaufträgen vor einer Transaktion:

- Geprüft werden, ob die Absenderadresse der E-Mail korrekt ist.
- Geprüft werden, ob die Zahlungsaufforderung auch tatsächlich vom genannten Auftraggeber stammt, beispielsweise per Rückruf.
- Die Geschäftsleitung beziehungsweise der Vorgesetzte informiert werden.

Betrügerische Datenerlangung im Zusammenhang mit COVID-19 Soforthilfeanträgen

Im Internet sind Seiten aufgetaucht, auf denen in Bedrängnis geratene Wirtschaftsunternehmen aufgefordert werden, das dortige Formular mit Daten zu befüllen und anschließend hochzuladen. Teilweise werden Unternehmen gezielt telefonisch kontaktiert und explizit auf eine entsprechende Seite im Internet hingewiesen. Die Anrufer geben sich dabei als Angehörige einer offiziellen Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe aus.

Tipp der Polizei:

- Nutzen Sie für die Stellung der Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen.
Dies sind die Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern.

Grundsätzlich gilt:

Verständigen Sie bei verdächtigen Feststellungen oder Kontaktaufnahmen umgehend die Polizei über den Notruf 110.

Weitere wertvolle Informationen und Präventionstipps finden Sie im Internet auf folgenden Seiten:

www.polizei-beratung.de
www.bsi-fuer-buerger.de

Im Alter sicher leben

Weitere Informationen unter www.polizei-beratung.de / Themen und Tipps/Betrug  Zielgruppe Senioren und

www.polizei.mvnet.de

 

 

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Im Alter sicher leben.pdf
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Gut beraten im hohen Alter

 

Weitere Informationen unter www.polizei-beratung.de / Themen und Tipps/Betrug  Zielgruppe Senioren und

www.polizei.mvnet.de

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Gut beraten im hohen Alter.pdf
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Betrugsmasche: Paketannahme durch Nachbarn

Betrüger nutzen Nachbarn aus. Quelle: Welt.de

Sicher im Internet bewegen

Der Verein Deutschland sich im Netz e.V. gibt auf seiner gut struktuierten und sortierten Internetseitevielfältige Informationen rund um das Internet.

 

Klicken Sie bitte in das Logo!

 

Unten sehen Sie Auszüge aus dem Inhalt. Dieses Bild ist nicht verlinkt.

Soziale Netzwerke für Senioren - Tipps zum Umgang

Ein Beitrag aus Welt.de vom 06.04.2019

Betrugswarnung

Enkeltrick und falsche Polizeibeamte

Ein Warnhinweis der Münchener Polizei.

Hier können Sie sich über Polizeiliche Kriminalprävention informieren. Klicken Sie in das Bild.

 

Auch hier werden Ihre Fragen beantwortet:

 

Polizeiinspektion Schwerin
Graf-Yorck-Straße 8
19061 Schwerin
Telefon: 0385/5180-3056 /-3057
Telefax: 0385/5180-3008

Sie sind Opfer einer Straftat geworden oder wollen Opfern helfen? Hier sind Sie richtig.

Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz informiert auf seiner Webseite über diverse Themen, u.a.